Gruppen-Freizeit 2013 in Freudenberg


 Administrator    15 Dez : 17:36
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(einige der Teilnehmer vor dem „Friedenshort“ - Vierter von rechts: Werner Brück)

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(einige der Teilnehmer vor dem „Friedenshort“ - Vierter von rechts: Werner Brück)
 
Am Tag der Anreise: Regen. Am Tag der Abreise: Regen. Dazwischen aber sonnige Laune bei denen, die mit ins Diakonissenhaus „Friedenshort“ in Freudenberg gefahren waren, um vom 25. bis 26. Mai an unserer diesjährigen Gruppenfreizeit teilzunehmen. Einige kannten schon die herzliche Gastfreundschaft der Diakonissen und die tolle Einrichtung des Hauses (incl. der hervorragenden Verköstigung), waren sie doch vor einigen Jahren bereits mit dabei, als wir ein Wochenende in der schönen Fachwerkstadt im Siegerland verbrachten. Dabei stand auch in diesen Mai-Tagen vor allem das nähere Kennenlernen, außerhalb der Gruppenabende, das gemeinsame Gespräch, Spiel und Spaß, aber auch einmal Erholung vom Alltag, im Vordergrund der „Tagesordnung“ und wurde von allen Mitgereisten gerne genutzt. Daran konnte selbst der verregnete Spaziergang durch Freudenberg, der durch eine Einkehr in einem Café abgerundet wurde, nichts ändern. Unserer Einladung ins Diakonissenhaus war auch Werner Brück, langjähriger Leiter des Curt-von- Knobelsdorff-Hauses in Radevormwald gefolgt, denn schließlich sollte er mit einem Impulsreferat die Gruppenfreizeit eröffnen und zur Diskussion anregen. Brück hatte das Thema „Krise als Chance“ ausgewählt. Er erläuterte sehr anschaulich und anhand zahlreicher Beispiele, wie beinahe alltäglich im menschlichen Leben doch eine Krise ist. Sei es nun eine Krise im Zusammenleben mit dem Partner, der Familie, Freunden, oder eine Krise am Arbeitsplatz, im Verein, ja in der Persönlichkeit des Einzelnen, hervorgerufen durch die nun einmal wechselnden Lebensphasen und die sich daraus ergebenden Veränderungen. Dabei ist die Krise immer ein Scheideweg, der eine Entscheidung verlangt. Der Krise standhalten, um sie zu lösen? Oder aus ihr flüchten, um sie scheinbar zu vergessen? Letzteres ist sicherlich einfacher, wird aber wohl die scheinbar verfahrene Situation nicht ändern, denn „Krisen sind Situationen in denen etwas ungeplantes ins Leben einbricht, was entweder zum Scheitern führt oder zu erneuter Veränderung“, so hat es einmal Horst Klaus Hofmann ausgedrückt. Eine Krise muss angenommen werden, um sie bewältigen zu können. Eine „Flucht“, wie zum Beispiel in den Alkohol, ist nie eine Lösung, sondern führt unweigerlich zur nächsten Krise, die dann oftmals im totalen Fiasko endet. Auch wenn es sich recht blumig anhört, aber eine Krise die angenommen wird, mit der sich der Betroffene auseinander setzt und die er, vielleicht auch mit Hilfe eines vertrauten Menschen, zu lösen versucht, ist ein Prozess, aus dem man gereift in die weitere Zukunft gehen kann. So kommt es vielleicht auch nicht von ungefähr, dass die Chinesen, denen viel Weisheit nachgesagt wird, das Wort Krise aus zwei Symbolen ?? zusammensetzen. Es ist zum einen das Ideogramm „wei“, was Gefahr/Risiko bedeutet und zum andern das Ideogramm „ji“, das mit Gelegenheit/Chance übersetzt werden kann. Nach dem gut zweistündigen Vortrag waren sich wohl alle einig, dass keine der vergangene Minuten des aufmerksamen Zuhörens umsonst war und sich jeder in dem Referat auf die ein oder andere Art wiederfinden und daraus Schlüsse ziehen konnte. Nach einem herzlichen Dank an Werner Brück, wurden dann weiter Gedanken ausgetauscht, bevor der gemütliche Teil des abends folgte. Alle waren sich auf der Rückfahrt am Sonntag-Mittag jedenfalls einig, dass es sich gelohnt hatte, mitzufahren und jeder der nicht dabei gewesen war, etwas verpasst hatte.  







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