Rückfall - warum und was dann?

am Sonntag 15 Dezember 2013 - 17:30:31 | von Administrator
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Als Gast in unseren Gruppenräumen der evangl. Kirche Dieringhausen, konnten wir am vergangenen Montag den Chefarzt der Suchtklinik in Marienheide, Dr. Bodo Unkelbach begrüßen. Er referierte vor fast vierzig Zuhörerinnen und Zuhörern, die diesmal nicht nur aus Mitgliedern unserer Gruppe bestanden, sondern auch vom Kreuzbund in Bergneustadt und vom der Begegnungsgruppe Hückeswagen zu uns gekommen waren, zum Thema „Rückfall“. Dabei erläuterte Dr. Unkelbach anschaulich sowohl die „Entstehung“ eines Rückfalls, was er für den Betroffenen bedeutet und wie er damit umgehen kann, als auch den Rückfall aus Sicht der Angehörigen. Zur Rückfallpräventation sei es aus seiner Sicht zunächst einmal wichtig, regelmäßig eine Selbsthilfegruppe zu besuchen. Dort bestehe die hervorragende Möglichkeit des Austausches, der Hilfe und und des vertrauten Gesprächs. Natürlich sei dabei jedes Suchtproblem unterschiedlich zu sehen und es müsse mit verschiedenen Ansätzen daran gearbeitet werden, sei doch nun einmal jeder Mensch ein eigenständiges Individuum, dass durch Herkunft, soziale Stellung, Bildung und vor allem durch Gefühle und Verstand geprägt ist. Diese Gefühlswelt und den Verstand in Einklang zu bringen sei wichtig, um mit Suchtdruck und einem Rückfall umgehen zu können. Dabei sei es unabdingbar, sich konkrete Lebens-Ziele zu setzten, was ganz profan heißt, sein Leben zu leben. Im Klartext bedeute dies für jeden Betroffenen, aber auch für die Angehörigen, für und über sich zu bestimmen und sich im Klaren darüber sein, was wirklich wichtig und von Bedeutung ist. Dabei solle man sich von der Vergangenheit lösen, wenn auch diese nicht vergessen, denn gestalten kann der Mensch nur seine Gegenwart und seine Zukunft. Für Angehörige ist von Bedeutung, dass sie sich im klaren darüber sind, was sie bereit sind zu geben und sich persönliche Grenzen zu setzen. Hier heißt es das ständige und vertrauensvolle Gespräch mit dem Partner, mit der Familie, mit den Freunden zu suchen, um Problempunkte lösen zu können. Dies ohne Schuldzuweisungen und erhobenen Zeigefinger. Bevor Lothar Dr. Unkelbach für seine sehr informativen Ausführungen dankte und ihm als kleines Dankeschön einen Blumenstrauße überreichte, beantwortete dieser noch die Fragen der Anwesenden, denn jeder der an diesem Abend dabei war, konnte sicherlich so einiges zum „Nachdenken“ mit nach Hause nehmen.  
 
Gummersbach-Dieringhausen, 23.April 2013  

Besuch im Gymnasium Grotenbach

am Sonntag 15 Dezember 2013 - 17:22:45 | von Administrator
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Im Rahmen des Schulunterrichtes und des Themas „Diakonie“ stellte Pfarrer Aurel Everling Mitte Januar den Schülern der neunten Klasse des Gymnasiums Grotenbach die Arbeit der Begegnungs- Gruppe Dieringhausen des Blauen Kreuzes Deutschland e.V. vor, da das Blaue Kreuz in die evangelische Kirche eingebunden ist. Mit dabei war Lothar als Leiter unserer Gruppe. Er schilderte zunächst den Jugendlichen die geschichtliche Entwicklung der bundesweit präsenten Organisation und ging dann auf die Arbeit unserer Gruppe ein. Dabei nannte er auch konkrete Beispiele der Hilfe, die Männer und Frauen, die Probleme mit Alkohol haben, bei uns finden können. Er wies darauf hin, dass es in der Begegnungs-Gruppe auch speziell eine Gruppe für Frauen und Mädchen sowie für Gehörlose gibt. Zumeist sei es, so Lothar, für viele Menschen, die in den Teufelskreis des Alkohol geraten, sehr hilfreich, über ihr Problem im geschützten Kreis einmal sprechen zu können, um dann aus den Erfahrungen der anderen zu lernen. Dies allerdings nie mit erhobenem Zeigefinger, denn letztendlich handelt es sich bei der Alkoholsucht um eine Krankheit, der es auf den Grund zu gehen gilt. Nach seinem anschaulichen Vortrag stellen sich Lothar und Aurel Everling noch den vielen Fragen der Schüler, denn die Altersgrenze des übermäßigen und schädlichen Alkoholkonsums sinkt und so gilt es schon die Jugendlichen über diese Thematik zu informieren und aufzuklären.

Demut

am Sonntag 15 Dezember 2013 - 16:41:54 | von Administrator
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Einmal wieder begrüßte unser Gruppenleiter Lothar, Pfarrer Aurel Everling in unserer Montags- Runde, hatte er ihn doch erneut zu einem Referat gewinnen können. Bevor aber gemeinsam ein Lied gesungen wurde, Pfarrer Everling die Andacht hielt und ein Gebet sprach, bedankte sich Lothar bei ihm und den Verantwortlichen der evangelischen Kirche Dieringhausen nicht nur für das gute gemeinsame Miteinander, sondern auch für die großzügige Unterstützung und Begleitung, die unsere Gruppe nun schon seit vielen Jahren erfährt, sei es durch die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten im Gemeindehaus an der Martinstraße, oder die finanziellen Zuwendungen aus der Kollekte. Dann aber sprach Pfarrer Everling über einen Begriff, ein Thema, das im alltäglichen Leben vieler Menschen fast kaum noch einen Platz findet: die Demut! Das Wort Demut kommt aus dem althochdeutschen diomuoti und bedeutet soviel wie „dienstwillig“ und wurde von Martin Luther bei seiner Übersetzung der Bibel vom lateinischen humilitas abgeleitet (im englischen heißt „Demut“ heute noch „humility“). Im christlichen Glauben erkennt und akzeptiert der Demütige aus freien Stücken, dass es etwas für ihn Unerreichbares, Höheres gibt, oder, um es anders zu formulieren, Demut bedeutet die Anerkennung der Allmacht Gottes. Somit ist Demut nicht etwa der Gedanke sich selbst klein zu machen oder das Leugnen des eigenen Wertes, sondern eine realistische Selbsteinschätzung seiner persönlichen Position in der Welt, seiner eignen Geringfügigkeit im Vergleich mit der Größe Gottes, aber zugleich der Stellung der eigenen Würde und des eigenen Wertes als Geschöpf und Kind Gottes. Dazu brachte Pfarrer Everling auch das Beispiel des Heiligen Sankt Martin (Bischof Martin von Tours in Frankreich - geboren 316/316, gestorben 397 -). Dieser hatte, bevor er sich ganz der Kirche zuwendete, in der römischen Armee gedient und in dieser Funktion seinen kostbaren Legionärsumhang mit einem armen Bettler geteilt. Er war, so Pfarrer Everling, ein demütiger Mann, der seinen Stellenwert kannte, aber die Allmacht Gottes erkannte. In der heutigen Gesellschaft wird Demut oftmals mit Demütigung in Zusammenhang gebracht, also als ein negativ besetztes Wort verstanden. Dieses Negative will sich verständlicherweise keiner gerne „anziehen“ und so wird im Sprachgebrauch aus einer christlichen Haltung schnell ein ignorierender Weg beschrieben. Falsch, wie der Vortrag von Aurel Everling uns zeigte!

Ehrlich zu sich Selbst

am Sonntag 15 Dezember 2013 - 16:36:55 | von Administrator
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Wer durch sein Trinkverhalten soziale Bindungen wie Partnerschaft, Ehe, Familie, Freundschaften, Arbeitsplatz, Führerschein, ja seine Gesundheit auf`s Spiel setzt und trotz des Wissens, sich am „Abgrund“ zu bewegen, dem Drang zum Alkohol nicht widerstehen kann, ist wohl als Alkoholkrank zu bezeichnen und braucht dringend Hilfe. So das Credo von Rolf Heuser, Allgemeinmediziner und Internist aus Dieringhausen, der erneut unserer Einladung gefolgt war und ein Referat in unserer Gruppe hielt. Dabei ging er in seinem für alle anwesenden Gruppenmitglieder sehr anschaulichen Vortrag nicht nur auf eine medizinische „Reise“ durch den menschlichen Körper und beschrieb detailliert die fatalen bis tödlichen Folgen des ständigen und übermäßigen Alkoholkonsums auf unsere Organe und die Psyche, sondern sprach auch von seiner jahrzehntelangen Erfahrung als niedergelassener Arzt und mit den zu ihm kommenden Patienten, die mit Alkoholproblemen zu kämpfen haben. Dabei spielt, so Heuser, immer wieder die Scham eine große Rolle. Die Scham, sich selbst und Dritten, seien sie noch so eng vertraut, einzugestehen, dass eine Grenze überschritten ist, aber auch die Scham als labil, nicht mehr gesellschaftsfähig und asozial angesehenen zu werden. Dies erschwert den Schritt sich dem Arzt zu öffnen. Auf der anderen Seite dann der Mediziner, der bemerkt, dass sein Patient Unterstützung braucht, um aus dem Teufelskreis ausbrechen zu können, aber vielleicht verletzt, ja verärgert auf eine Ansprache reagiert und sich dann in sein alkoholisches „Schneckenhaus“ zurück zieht. Dies sei immer wieder aufs Neue eine Gratwanderung für Arzt und Patient. Aber Ehrlichkeit zu sich Selbst ist nun einmal der erste und wichtigste Schritt, um sich seiner Sucht zu stellen, um dann zu versuchen den Teufelskreis zu durchbrechen, um wieder ein selbstbewusstes Leben mit all seinen schönen Facetten genießen zu können.

Mitarbeiter-Wochenende

am Sonntag 15 Dezember 2013 - 16:25:43 | von Administrator
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 (Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor der Tagungsstätte)
 
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 (Rast auf einem kurzen Spaziergang)
 
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 (Die Maschinen der Motorradfreunde)
 
Die evangelische Tagungsstätte „Haus Nordhelle“ in Meinerzhagen-Valbert war unser Ziel, als wir uns am Freitag-Nachmittag (27.April) für ein Wochenende auf den Weg zu unserer jährlichen Mitarbeiter-Klausur machten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Anette, Hanne, Sonja, Gunter, Ingo und unser Gruppenleiter Lothar waren mit an „Bord“, um über Ziele, neue Ideen und Freizeitmöglichkeiten, die das Miteinander unserer Begegnungsgruppe fördern könnten, zu sprechen und sich einmal ohne den sonst üblichen Zeitdruck, über aktuelle Themen auszutauschen. Auf der Tagesordnung des Wochenendes standen so zahlreiche Schwerpunkte, die es im Interesse unserer Gruppenmitglieder zu besprechen galt. Es gab aber auch Platz für einen regen Erfahrungsaustausch über eventuelle Verbesserungsmöglichkeiten in der Gruppenarbeit, denn letztendlich stehen die alltäglichen Probleme unserer Mitglieder im Mittelpunkt. Ihnen unterstützend zur Seite zu stehen ist die Aufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach getaner „Arbeit“ gab es noch Raum zum gemütlichen Beisammensein, den privaten Austausch und den gemeinsamen Besuch eines Gottesdienstes am Sonntag-Vormittag, der eine Besonderheit bot, trafen sich doch im Haus Nordhelle die Mitglieder einer christlichen Motorradfahrergruppe, die auf etwas mehr als 100 Maschinen angereist waren, um unter freiem Himmel Gottes Wort zu hören.Ein Erlebnis, dass einen schönen Abschluss unserer Mitarbeiter-Klausur darstellte.

Herausforderung und Ermutigung

am Sonntag 15 Dezember 2013 - 16:11:10 | von Administrator
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Ein immer wieder gern gesehener Gast in unserer Gruppe ist Hansgeorg Panczel.  In seiner Funktion als Reisesekretär der Bundesgeschäftsstelle des Blauen Kreuzes in Wuppertal, kommt er regelmäßig auch bei uns vorbei, um mit verschiedenen Themen, die er in seinem „Gepäck“ hat, neue Impulse und Anregungen zu geben. So auch anlässlich unseres Gruppenabends am 6. März. Aus drei von ihm vorgeschlagenen Themen, fiel unsere Wahl auf „Herausforderung und Ermutigung“. In unserem Leben stehen wir tagtäglich vor kleineren, manchmal aber auch gravierenden Herausforderungen. Sei es nun im Beruf, in der Familie, in unserem sozialen Umfeld, oder wenn es darum geht, im problematischen Lebensphasen weiter abstinent zu bleiben, wenn doch der Alkohol vermeintliches Vergessen, herbeigesehnte Erleichterung vorgaukelt.. Sich den Herausforderungen zu stellen, dabei aber auch die eigene Belastbarkeit richtig einzuschätzenden und nicht zu überschreiten, sind dann lebensnotwendige Fragen, die es manchmal innerhalb von Minuten zu beantworten gilt. Hier kann der Partner, die Familie, Freunde und eben auch die Gruppe Hilfestellung und Ermutigung geben. Voraussetzung ist natürlich Offenheit und gegenseitiges Vertrauen, denn einmal erfahrene Enttäuschungen und ausgesprochene Floskeln, lösen keine Probleme, sondern tragen nur# dazu bei, Lebenskrisen zu verschlimmern. Unter diesen Aspekten führten wir ein lebhaftes Gespräch, dass schnell aufzeigte, wie unterschiedlich die Wege sein können, um Herausforderungen zu „meistern“. Auf jeden Fall konnte am Ende des Abends wohl jeder ein Stück weit neuer Erfahrung mit nach Hause nehmen. So dankte Lothar unserem Gast erneut für sein Kommen und die Moderation des Gruppenabends.

Alkohol und ältere Mitmenschen - Lothar zu Besuch beim Pflegedienst Uwe Söhnchen

am Samstag 14 Dezember 2013 - 16:08:37 | von Administrator
Soehnchen006.JPG                   Das Team des Pflegedienstes, rechts: Lothar

Ein Piccolo zur Entspannung schon am Vormittag. Ein/zwei Absacker nach getaner Arbeit. Ein paar Vodka oder Jägermeister zum ungezwungeren Abtanzen in der Disco. Dies sind schon fast Alltäglichkeiten im Leben vieler Erwachsener, aber auch Jugendlicher, die harmlos und lebenslustig klingen, schnell aber im Übermaß, ja sogar in der Sucht enden können. Vermehrt ist dieses Zuviel an Alkoholika leider auch bei älteren Mitmenschen zu beobachten. Sei es aus Gewohnheit, Einsamkeit, Langeweile, des Gefühls des „nicht mehr gebraucht werden“. Viele Faktoren können eine Rolle spielen, wenn Senioren trinken. Dies beobachtet seit längerer Zeit auch Uwe Söhnchen, Chef des Pflegedienstes an der Marie- Juchacz-Straße in Dieringhausen. Oftmals sind dann seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Stück weit überfordert, wenn sie bei ihren täglichen Besuchen auf alkoholisierte Pflegebedürftige treffen. Wie sollen sie sich verhalten? Die Tatsachen ignorieren? Den zu Pflegenden direkt ansprechen? Auf die Gefahren hinweisen? Alternativen aufzeigen? Um diese und andere Fragen einmal aus erfahrenem Mund beantwortet zu bekommen, hatte Uwe Söhnchen jetzt unseren Gruppenleiter Lothar eingeladen. So sprach Lothar vor dem Team des Pflegedienstes über seine ganz persönlichen Erfahrungen mit Süchten und seiner langjährigen Arbeit in unserer Selbsthilfegruppe. Besonders strich er heraus, dass übermäßiger Genuss von Alkohol kein Tabuthema sein dürfe, denn Hilfsangebote für Betroffene, ohne den erhobenen Zeigefinger, sondern mit viel Einfühlungsvermögen, seien wichtig, um den beginnenden Teufelskreis zu durchbrechen. Nach seinen Ausführungen, denen die Pflegerinnen und Pfleger interessiert folgten, kam es dann noch zu einem Meinungsaustausch und mit einem Dank von Uwe Söhnchen an Lothar, vereinbarte man, im Kontakt zu bleiben.

Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig - Unsere Gruppe gestaltet Gottesdienst mit

am Sonntag 08 Dezember 2013 - 11:31:09 | von Administrator
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„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“, dies ist die Losung der evangelischen Kirche für das Jahr 2012, die aus dem Korintherbrief stammt. Unter dieser Losung stand auch der Gottesdienst in der evangelischen Kirche Niederseßmar am vergangenen Sonntag (08.Januar), der von Pfarrer Hermann Bednarek gehalten und von unserer Gruppe mitgestaltet wurde, ging es doch um das Thema Süchte. Unter all den Süchten denen wir Menschen „verfallen“ können, wurde in dem morgendlichen Gottesdienst die Alkoholsucht thematisiert und von Sonja, Monika, Lothar und Ingo im gemeinsamen Gebet und einem eindrucksvollen „Spiel“ in dem Ingo einen hilflosen, heruntergekommenen und dem Alkohol verfallen Penner darstellte, der letztendlich durch seinen wahrhaftigen Glauben die Gemeinde beschämt, mitgestaltet. Gleich zu Beginn des Gottesdienstes, der von den Sängerinnen und Sängern des Spontanchores unter der Leitung von Peter Fischer umrahmt wurde, ging Lothar in einem kurzen Vortrag auf die wichtige Arbeit des Blauen Kreuzes und speziell unserer Selbsthilfegruppe ein. Die Gemeindeglieder in der gut besuchten Kirche konnten sich so ein Bild davon machen, dass Alkoholsucht eine Krankheit ist, die jeden treffen kann, aus der es aber auch Wege der Befreiung gibt, wenn der Betroffene Hilfe sucht, Unterstützung findet und an sich selbst glaubt. Das auch der Glaube an Gott und seinen Sohn Jesus Christus, die an der Seite der Betroffenen und ihrer Angehörigen stehen, hilft, zeigte Pfarrer Bedanrek in seiner Predigt deutlich auf. So wurde in diesem Gottesdienst vielleicht dem ein oder anderen Gemeindeglied erstmals bewusst, was sich hinter dem Wort „Sucht“ verbirgt und wie schnell man sich in dem Strudel der Sucht verfangen kann. Nach dem Gottesdienst blieb dann noch Zeit beim gemeinsamen Mittagessen ins Gespräch zu kommen und auch von den von uns ausgelegten Informationsmaterialien wurde reichlich Gebrauch gemacht.


Medizinisch- Psychologischen Untersuchung (MPU)

am Sonntag 08 Dezember 2013 - 11:24:55 | von Administrator
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Rund 100.000 Verkehrsteilnehmer müssen pro Jahr bei einer sogenannten Medizinisch- Psychologischen Untersuchung (MPU) nachweisen, dass sie noch geeignet sind, ein Fahrzeug zu führen. Lothar, Leiter unserer Selbsthilfegruppe:" Es häufen sich bei uns die Fragen rund um diese, im Volksmund auch "Idiotentest" genannten Untersuchung.“ Grundsätzlich bleibt festzuhalten, wer im Straßenverkehr ständig die Regeln missachtet bzw. wer mehrfach mit Alkohol am Steuer erwischt wurde, oder nur einmal mit 1,6 Promille, muss zur Prüfung. Ebenso wer unter Drogeneinfluss unterwegs war. Und wie läuft dann so ein Test ab? Zunächst wird Blut und Urin abgenommen, um eine mögliche Abhängigkeit von Drogen oder Alkohol festzustellen. Ein Psychologe begutachtet in einem längeren Gespräch, ob der Prüfling sein Fehlverhalten eingesehen hat und es in Zukunft unterlassen will. Mit Hilfe eines Reaktionstests am Computer wird die Konzentration, Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit des Teilnehmers überprüft. Und was kostet die MPU? Die Gebühren sind gesetzlich geregelt und liegen, je nach Vergehen, zwischen 350 und ca. 800 Euro. Aber inklusive Bearbeitung und Vor- und Nachbereitung können schnell über 1000 Euro zusammenkommen. „Vor allem ein konsequenter Gruppenbesuch wirkt sich in der Regel immer positiv aus", so Lothar als Fazit. Weitere Infos und Tipps gibt er gerne unter der Telefon-Nummer 02261-77125, oder via - Email -.

Gedenktage

am Mittwoch 21 August 2013 - 07:42:27 | von Administrator
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Pfarrer Aurel Everling und Lothar -v.l.n.r.-

Unsere Begegnungsgruppe wurde ins Leben gerufen, um Alkoholkranken und deren Angehörigen Hilfe und Unterstützung zu geben, damit sie ihr Leben in der Gemeinschaft wieder ausrichten und ihm einen neuen Sinn geben können. Sie ist dabei auch dem christlichen Glauben verbunden, denn jeder der zur Gruppe stößt sollte wissen, dass Gott ihn mit all seinen Fassetten, all seinen Fehlern aufnimmt und ihm den rechten Weg zeigt. Daher gibt es in unserer Gruppe auch immer einmal wieder Referate zu Glaubensthemen. Am vergangene Montag (07.November) kam Pfarrer Aurel Everling von der evangelischen Kirchengemeinde Dieringhausen (die uns ja freundlicherweise seit Jahren ihre Räumlichkeiten für unsere Gruppen-Aktivitäten zur Verfügung stellt) zu uns und sprach, passend zur Jahreszeit, über den Hintergrund und den ursprünglichen Sinn von Allerheiligen, Allerseelen, die von den katholischen Gläubigen und vom Totensonntag bzw. Ewigkeitssonntag, der von den evangelischen Gläubigen begangen wird. An diesen Tagen, an denen auf ganz unterschiedliche Weise an die Heiligen und die Seelen der Verstorbenen gedacht wird, kommt auf den ersten Blick der Unterschied der verschiedenen Konfessionen zum Ausdruck. Pfarrer Everling erläuterte dann aber in anschaulicher Weise, wo durchaus Einklang zu finden sei und daher auch ein ökumenisches Miteinander besteht. Er unterlegte dies unter anderem an zahlreichen Beispielen aus der Bibel und verwies auf die im Internet zu findende Seite www.kathpedia.com, die durchaus lesenswert seien, um sich mit der Thematik einmal in einer stillen Stunde zu beschäftigen.

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