"Wachwechsel"

am Freitag 11 April 2014 - 12:17:48 | von Administrator
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2004 gründeten Sonja und Lothar unsere Begegnungsgruppe in Dieringhausen. Seither wird sie von Lothar auch geleitet. Nun aber hat er sich entschlossen, zukünftig ein wenig kürzer zu treten und nahm das 10-jährige Bestehen der Gruppe nicht nur zum Anlass, um es in Gemeinschaft mit den Gruppenmitgliedern, der Gemeinde und mit Freunden und Förderern zu feiern (siehe unten stehenden Bericht), sondern sah es auch als guten Zeitpunkt, einen Wachwechsel vorzunehmen. Daher übergab er am vergangenen Montag, im Kreis der Gruppe, seine Leitungsaufgaben an Gunter, der schon seit einigen Jahren als sein Stellvertreter fungiert. Lothar wünschte Gunter für diese doch verantwortungsvolle Aufgabe, Kraft, Umsicht, Fingerspitzengefühl und Gottes Segen. Gunter bedankte sich bei Lothar und den Gruppenmitglieder herzlich für das ausgesprochene Vertrauen, das sie in ihm entgegen brächten und versprach, sich in ihrem Sinne und auf der Basis von Lothars bisheriger Arbeit, für alle Betroffenen und Angehörigen ein zu setzten, damit die Gruppe auch weiterhin so homogen und lebendig wie bisher bleibt, zumal er nicht nur Lothar, nun als sein Stellvertreter, sondern auch die Mitarbeiterinnen Sonja, Hanne, Anette und Marion an seiner Seite weiß. Er bat die Gruppe um Unterstützung beim gemeinsamen Tun Als erstes „Amtsgeschäft“ dankte Gunter zunächst Sonja. Sie, die stets im Interesse der Gruppe präsent war und ist, sei nicht nur immer bereit organisatorische Dinge zu erledigen, oder die Finanzen zu verwalten, sondern jederzeit da, wenn Mitmenschen mit Alkoholproblemen um Rat bitten. Mit ihrer Wärme, ihrer Fähigkeit andern Menschen zu zu hören, ihrer Geduld und ihrer Erfahrung, sei sie schon vielen Hilfesuchenden ein Rettungsanker gewesen. Daher sei der ihr zugedachte Blumenstrauß nur ein kleines Zeichen des Dankes für ihr zehnjähriges Engagement. Dann dankte Gunter natürlich Lothar. Er nannte beispielhaft einige Aktionen der vergangenen Dekade, die Lothar in seiner Funktion als Gruppenleiter ins Leben gerufen habe, um die Gemeinschaft zu festigen, zu stärken, auszubauen. Jeder konnte sich stets auf den „Chef“ verlassen und wusste seine Sorgen und Nöte bei ihm in guten Händen. Vertraulichkeit stand dabei für Lothar an erster Stelle und, so Gunter: „Wir wussten immer, dass dieser Gruppe dein Herzblut gehört. Dies ist nicht pathetisch gemeint, sondern ein Fakt“. Neben einem kleinen Präsent überreichte Gunter ihm daher eine Dank-Urkunde, mit der Lothar für seine Verdienste, sein Engagement, seine Umsicht und sein „Immer-Da-Sein“ zum Ehren-Gruppenleiter auf Lebenszeit ernannt wurde.
 
Gummersbach-Dieringhausen, 08. April 2014

Dankgottesdienst - 10 Jahre Begegnungsgruppe Dieringhausen

am Sonntag 30 März 2014 - 12:40:38 | von Administrator
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Viele Gemeindeglieder waren der Einladung unserer Begegnungsgruppe gefolgt und kamen am vergangenen Sonntag zum Dankgottesdienst in die evangelische Kirche Dieringhausen. Anlass der Einladung war das 10-jährige Bestehen unserer Gruppe, die 2004 von Lothar und Sonja gegründet wurde. Seither treffen wir uns jeweils montags und seit einiger Zeit auch freitags, um über unsere Probleme im geschützten Rahmen zu sprechen und um uns auszutauschen. Nach der Begrüßung der Gäste durch Lothar und Sonja, überbrachte unser Bürgermeister Frank Helmenstein seine persönlichen, aber auch die Glückwünsche von Rat und Verwaltung. Er zollte seinen Respekt der ehrenamtlichen und sicherlich nicht immer einfachen Arbeit der Mitarbeiter im Interesse der Gruppenmitglieder und den Mut der Mitglieder sich ihrem Problem zu stellen. Den Gottesdienst umrahmten musikalisch die Sopranistin Hisae Kambara-Schönhoff, die am Klavier von Jutta Windgasse begleitet wurde, und gemeinsam gesungene Lieder, die von Peter Fischer an der Orgel getragen waren. Pfarrer Klaus Adam, der aus Linkenheim-Hochstetten bei Karlsruhe angereist war und selbst Betroffener ist, hielt die Predigt. Er ging unter anderem darauf ein, dass der Glaube an Gott helfen kann, Probleme des Lebens zu bewältigen und in der Lage sei, Lebens-Scherben wieder zusammen zu fügen. Natürlich war auch „unser“ Pastor Aurel Everling mit dabei, gratulierte herzlich und wünschte unserer Gruppe weiterhin die bisher gezeigte Lebendigkeit. Da dieser gemeinsame Gottesdienst auch ein Dankeschön an die Gemeinde für deren Hilfe und Unterstützung in dem vergangen Jahrzehnt sein sollte, luden wir nach der Andacht zu einem gemeinsamen Mittagessen ein, das zu Gesprächen und näherem Kennenlernen genutzt wurde. Ein ganz großer Dank geht an dieser Stelle an alle die mit ihrem Gottesdienstbesuch ihre Verbundenheit zu unserer Gruppe bewiesen und uns ihre Glückwünsche ausgesprochen haben. Ein ebenso großer Dank an die vielen Helferinnen und Helfer, die durch ihren Einsatz zum Gelingen des Tages beigetragen haben und ein besonderer Dank an Sonja, denn sie hat die Organisation letztendlich „gemanagt“ und uns alle motiviert, mitzutun!!!!
 
 „Es ist nicht auszudenken, was Gott aus den Bruchstücken unseres Lebens machen kann, wenn wir sie ihm ganz überlassen“

Blaise Pascal

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Gummersbach-Dieringhausen, 24. März 2014

Vertrauen wagen

am Sonntag 23 Februar 2014 - 13:29:52 | von Administrator

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                            Hansgeorg Panczel und Lothar


Vertrauen zu sich selbst. Vertrauen zu anderen Menschen. Vertrauen zu Gott. Diese drei Dinge spielen im Leben eines Menschen eine wichtige Rolle, so Hansgeorg Panczel, der einmal wieder als Referent in unserer Montaggruppe zu Gast war. Hansgeorg Panczel ist Reisesekretär des Blauen Kreuzes Deutschland e.V. und war schon mehrfach bei uns in Dieringhausen. Wer ihn aus der Vergangenheit kennt, weiss, dass er immer interessante Themen mitbringt, die zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. So war es auch diesmal, denn die von ihm gestellte Frage war, ob man „Vertrauen wagen“ soll, ja muss. Gerade in der Beziehung eines Alkoholabhängigen zu seinem Partner, zu seiner Familie, geht schnell und meist auch rapide das Vertrauen verloren. Versprechungen und erneute Versprechungen wechseln sich ab. Das Misstrauen wächst bei den  Angehörigen und Freunden. Hier ist es wichtig, sich zunächst selbst zu verstehen, sich selbst zu vertrauen. Seine Stärken und Schwächen zu kennen und zu ihnen zu stehen. Erst dann ist es möglich, sich gegenüber dem Nächsten zu öffnen und wiederum ihm zu vertrauen. „Abgerundet“ wird dieser Schritt durch das Vertrauen auf Gott, denn daraus kann neue Kraft in schwierigen Situationen geschöpft werden, so Panczel. Es ist sicherlich nicht leicht, verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen, aber es ist möglich. Dies nicht zuletzt durch die Veränderung des Verhaltens sowie durch offene und ehrliche Gespräche zwischen den Partnern. Das Sprichwort „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ kann dann ad acta gelegt werden.

Gummersbach, 18. Februar 2014

Das jüngste Gericht

am Sonntag 15 Dezember 2013 - 18:48:33 | von Administrator
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im lebhaften Vortrag: Aurel Everling - (rechts Lothar)
 
Es steht am Ende der Zeit, wenn Gott die Toten auferweckt, um über sie zu „richten“; das jüngste Gericht. Dies war Thema von Pfarrer Aurel Everling am vergangenen Montag-Abend, als Lothar ihn erneut als Referenten in unserer Gruppe herzlich begrüßen konnte. Nach unserem christlichen Glauben, wird das Weltgericht über das ewige Leben, oder die ewige Verdammnis entscheiden. Hier, so ein Bild von Aurel Everling, wird Gott schauen, was sich im Leben eines Erdenbürgers letztendlich als Edelmetall, oder Schlacke entpuppt, denn Gott hat dem Menschen die freie Entscheidung gelassen, in seinem irdischen Dasein, dass zu tun, was ihm im wahrsten Sinne des Wortes in den Kopf kommt, sei dies nun Gutes, oder auch Schlechtes. Er hat ihm damit aber auch die Entscheidung gelassen, innezuhalten, um zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, sich auf den rechten Weg zu besinnen, sprich schon ihm Leben über „Schlacken“, die es gilt abzuwerfen, zu bestimmen, um Reue zu empfinden und Buße zu tun. Denn, so Everling, Gott ist ein gütiger Vater, der alle Menschen liebt und nicht der gnadenlose Scharfrichter ist, der ohne Erbarmen urteilt. Jeder der zu ihm findet, wird von ihm angenommen, so wie es in der Bibel schon am Beispiel des verlorenen Sohnes aufgezeigt wird. So sollte nicht Furcht vor dem Jüngsten Gericht unser Leben bestimmen, sondern die Zuversicht zu Gott und seinem Sohn Jesus Christus unser Leben prägen und wir unser tägliches Tun am Glauben ausrichten.  
 
Gummersbach-Dieringhausen, 06. November 2013

Ene Besuch im Zoo, oh, oh, oh, oh

am Sonntag 15 Dezember 2013 - 18:27:26 | von Administrator
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 Nein, das ist nicht unser "Chef" ...
 
 
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... und das auch nicht unsere Kölner-Zoo-Fahrer. 
 
 
zoo3.jpgDas ist unsere Zoo-Besuch-Gruppe mit "Chef"  
 
 
Wer kennt diesen kölschen „Hit“, der zum rheinischen Evergreen geworden ist nicht? Wir jedenfalls machten uns am vergangen Samstag auf den Weg nach Köln, um uns selbst davon zu überzeugen, dass ene Besuch im Zoo „ne wat is dat schön“ ist. Und das war es in der Tat! Als wir mit fast zwanzig Gruppenmitgliedern bei herbstlich kalten, aber trockenen Wetter am Zoo ankamen, war unser erstes Ziel das Gehege der Erdmännchen, denn die sind nicht nur possierlich und präsentierten ihren Nachwuchs, sondern wurden von uns auch aufgrund der im Gehege aufgestellten Wärmelampen beneidet. Aber wir trotzten der Kälte, gab es doch auch das Tropen- und das Affenhaus zu besichtigen, in denen angenehme Temperaturen herrschten. Nach einem kurzen Picknick im Freien!!!!, bei dem wir uns nach gut zwei Stunden stärkten, ging es weiter auf dem interessanten Rundgang über das Zoogelände und als wir schließlich, nach gut fünf Stunden, gegen 16.00 Uhr, den Ausgang erreichten, waren sich alle einig, dass es ein abwechslungsreicher, interessanter und schöner Tag im Tierpark war, bei dem man auch einmal vom Alltag abschalten konnte.
 
Gummersbach-Dieringhausen, 15. Oktober 2013

Gelungener Grill-Nachmittag

am Sonntag 15 Dezember 2013 - 18:11:10 | von Administrator
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Der Sommer war in diesem Jahr sogar in unseren bergischen Gefilden ja einmal ein Sommer, der den Namen verdient und auch am vergangenen Samstag strahlte die Sonne vom Himmel und die Temperaturen waren erneut über die 20 Grad Marke gestiegen, als wir uns bei Carmen und Uli trafen, um in deren weitläufigen Garten, bestückt mit einem großzügigen Blockhaus, gemeinsam zu grillen. Am späten Nachmittag trudelten unserer Gruppenmitglieder ein und so konnte schnell der Grill angefeuert werden. Bald roch es köstlich nach saftiger Putenbrust, herzhaften Steaks, knackigen Würstchen und pikanten Cevapcici. Die stattliche Gästeschar mussten nicht lange gebeten werden, kräftig zu zu lagen, zumal es selbstgemachte Salate und andere Spezialitäten, bis hin zum leckeren Nachtisch, gab. So konnte man nicht nur nach Herzenslust futtern, sondern im lockeren Gespräch, die in der Gruppe entstandenen Freundschaften vertiefen und neue schließen, hatten doch einige der Gruppenmitlieder ihre Partnerin bzw. Partner mitgebracht. Erst als die Sonne sich langsam hinter den Bergen verabschiedete, sagten auch wir unseren großzügigen Gastgebern mit einem herzlichen Dankeschön für ihre Gastfreundschaft, auf Wiedersehen.
 
Gummersbach-Dieringhausen, 18. August 2013

Die Wahrheit wird euch freimachen

am Sonntag 15 Dezember 2013 - 18:03:31 | von Administrator
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Zu Gast in unserer Gruppe am vergangenen Montag: Klaus Adam aus dem Städtchen Linkenheim-Hochstetten bei Karlsruhe. 66 Jahre jung, glücklich verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Kindern, mit Leib und Seele Pastor. Alkoholiker. Klaus Adam schilderte uns mit anschaulichen Worten sein Leben mit allen Hochs und Tiefs. Wie er in die Sucht geriet und wie er es schließlich schaffte, auch und gerade mit Gottes Hilfe, ein zufriedener Alkoholiker zu werden. Eine Kindheit ohne Vater, da dieser die Familie früh verließ, eine liebende Mutter, die ihren Kindern jeden Wunsch von den Augen ablas, sie damit aber auch jeder Verantwortung enthob. Später einen Beruf in der Verwaltung, der ihn in keinster Weise erfüllte und immer wieder Zweifel am gelebten Leben. Dann der Weg zu Gott und Studium der Theologie. Wachsender Druck allen gerecht zu werden, nicht Nein sagen können, immer „funktionieren“. Schließlich Depressionen und der erste Alkohol, der nicht mehr mit Genuss getrunken wurde, sondern der „Entspannung“ galt. Der Teufelskreis begann. Nach langem Ableugnen, dann die Kapitulation, auch auf Druck seiner Frau und der Beginn einer Langzeittherapie. Hier hat Klaus Adam die Möglichkeit ergriffen, eine persönliche Inventur zu machen. Er hat die Kindheit und Jugend noch einmal bewusst Revue passieren lassen und festgestellt, wo die eigentlichen Wurzeln gründen. Er hat sich der teilweise bitteren Wahrheit seines Lebens gestellt und dabei gemerkt, dass diese Wahrheit ihn frei macht. Allerdings war ihm auch bewusst, dass er immer aufpassen muss, nicht wieder in die alten, scheinbar bewährten Gleise zurück zu kehren. Dank seiner Familie und trotz so mancher gesundheitlicher Schicksalsschläge, die er und seine Familie durchleiden mussten, fühlt er sich heute befreit, zufrieden, und will dies auch anderen Menschen, die Probleme mit dem Alkohol haben näher bringen. Unseren Gruppenmitgliedern, die an diesem Abend dabei waren, hat er dies zumindest anschaulich vermitteln können und so dankte ihm Lothar zum Abschluss herzlich für seine Bereitschaft, zu uns zu kommen, um uns aus seinem Leben zu berichten und Hoffnung zu machen, denn wer vor der Wahrheit nicht die Augen verschließt und sie akzeptiert, der kann sich aus der Sucht befreien.
 
Gummersbach-Dieringhausen, 13. August 2013

Glaube - noch zeitgemäß?

am Sonntag 15 Dezember 2013 - 17:56:07 | von Administrator
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(Pfarrer Hermann Bednarek -rechts vorne mit einigen der teilnehmenden Mitglieder- zu Besuch bei uns)
 
Ein gewichtiges Thema hatte Pfarrer Hermann Bednarek im Gepäck, als er am vergangenen Montag einmal wieder Gast in unserer Gruppe war und von Lothar herzlich begrüßt wurde. Es ging um nicht mehr und nicht weniger als die Frage, ob der Glaube an Gott noch zeitgemäß sei! Er begann seinen lebendigen Vortrag dabei mit einem Hinweis auf den französischen Philosophen Rene Descartes (geb.1596, gest.1650), von dem auch der Satz stammt „Ich denke, also bin ich“. Dieser Rene Descartes hatte sich nach dem Dienst in der Armee der Kirche zugewandt, den Glauben an Gott aber auch hinterfragt. In seinem 1637 erschienen Werk „Abhandlung über die Methode des richtigen Vernuftgebrauchs“ (aus Furcht vor der Kirche erschien es unter einem anderen Namen und wurde im Ausland gedruckt. Diese Furcht stelle sich später als begründet dar, ließ doch der Papst 1663seine Werke verbieten) stellte er sinngemäß die Frage, ob die Menschheit überhaupt einen Gott brauche. Er beantwortete sie mit einem Nein, denn der Mensch sei durchaus in der Lage selbständig zu leben und zu agieren. Darüber hinaus sei seine Existenz wissenschaftlich nicht zu beweisen. Der Mensch, so Bednarek, glaubt zumeist nur das was er auch sehen und begreifen kann. Dies ganz besonders in der heutigen Zeit, in der (fast) alles wissenschaftlich hinterfragt und belegt ist. Dazu ist es allzu menschlich, stolz darauf zu sein, selbständig agieren zu können und sich nur da, wo es nicht zu umgehen ist, Regeln zu unterwerfen, und die hat uns Gott nun einmal mit den zehn Geboten, um nur ein Beispiel zu nennen, gegeben. Weitere Aspekte des Glaubens sind zum einen die dem Mensch angeborene „Sparsamkeit“. Was ich nicht unbedingt brauche, spare ich mir, also auch den Glauben? Zum anderen die Frage, ob ich das was ich habe noch zeitgemäß ist? Gibt es vielleicht etwas besseres, etwas lohnenswerteres aus dem ich „Kapital“ schlagen kann? Glaube so Pfarrer Bednarek ist also ein weitgefächerter Begriff, aus dem sich der Mensch oft das herauszieht, was ihm sein Leben am angenehmsten zu gestalten scheint. Nur wenn der Glaube auch mit Vertrauen gepaart ist, dann ist es der Glaube, der sich trotz aller Reformen, trotz aller Zeitströme, trotz aller immer noch gestellten Fragen, nie in seinen Grundfesten ändern wird und den Mensch auf seinem Lebensweg begleitet und ihm einen Sinn gibt. Glaube ist ein Geschenk Gottes an uns Menschen. Wie wertvoll dieses Geschenk ist, zeigt sich allein darin, dass Gott seinen Sohn dafür gegeben hat. Jeder ist aufgerufen dieses Geschenk für sich anzunehmen, es zu öffnen und auf sich wirken zu lassen. Gummersbach-Dieringhausen, 25. Juni 2013  

Gruppen-Freizeit 2013 in Freudenberg

am Sonntag 15 Dezember 2013 - 17:36:45 | von Administrator
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(einige der Teilnehmer vor dem „Friedenshort“ - Vierter von rechts: Werner Brück)
 
Am Tag der Anreise: Regen. Am Tag der Abreise: Regen. Dazwischen aber sonnige Laune bei denen, die mit ins Diakonissenhaus „Friedenshort“ in Freudenberg gefahren waren, um vom 25. bis 26. Mai an unserer diesjährigen Gruppenfreizeit teilzunehmen. Einige kannten schon die herzliche Gastfreundschaft der Diakonissen und die tolle Einrichtung des Hauses (incl. der hervorragenden Verköstigung), waren sie doch vor einigen Jahren bereits mit dabei, als wir ein Wochenende in der schönen Fachwerkstadt im Siegerland verbrachten. Dabei stand auch in diesen Mai-Tagen vor allem das nähere Kennenlernen, außerhalb der Gruppenabende, das gemeinsame Gespräch, Spiel und Spaß, aber auch einmal Erholung vom Alltag, im Vordergrund der „Tagesordnung“ und wurde von allen Mitgereisten gerne genutzt. Daran konnte selbst der verregnete Spaziergang durch Freudenberg, der durch eine Einkehr in einem Café abgerundet wurde, nichts ändern. Unserer Einladung ins Diakonissenhaus war auch Werner Brück, langjähriger Leiter des Curt-von- Knobelsdorff-Hauses in Radevormwald gefolgt, denn schließlich sollte er mit einem Impulsreferat die Gruppenfreizeit eröffnen und zur Diskussion anregen. Brück hatte das Thema „Krise als Chance“ ausgewählt. Er erläuterte sehr anschaulich und anhand zahlreicher Beispiele, wie beinahe alltäglich im menschlichen Leben doch eine Krise ist. Sei es nun eine Krise im Zusammenleben mit dem Partner, der Familie, Freunden, oder eine Krise am Arbeitsplatz, im Verein, ja in der Persönlichkeit des Einzelnen, hervorgerufen durch die nun einmal wechselnden Lebensphasen und die sich daraus ergebenden Veränderungen. Dabei ist die Krise immer ein Scheideweg, der eine Entscheidung verlangt. Der Krise standhalten, um sie zu lösen? Oder aus ihr flüchten, um sie scheinbar zu vergessen? Letzteres ist sicherlich einfacher, wird aber wohl die scheinbar verfahrene Situation nicht ändern, denn „Krisen sind Situationen in denen etwas ungeplantes ins Leben einbricht, was entweder zum Scheitern führt oder zu erneuter Veränderung“, so hat es einmal Horst Klaus Hofmann ausgedrückt. Eine Krise muss angenommen werden, um sie bewältigen zu können. Eine „Flucht“, wie zum Beispiel in den Alkohol, ist nie eine Lösung, sondern führt unweigerlich zur nächsten Krise, die dann oftmals im totalen Fiasko endet. Auch wenn es sich recht blumig anhört, aber eine Krise die angenommen wird, mit der sich der Betroffene auseinander setzt und die er, vielleicht auch mit Hilfe eines vertrauten Menschen, zu lösen versucht, ist ein Prozess, aus dem man gereift in die weitere Zukunft gehen kann. So kommt es vielleicht auch nicht von ungefähr, dass die Chinesen, denen viel Weisheit nachgesagt wird, das Wort Krise aus zwei Symbolen ?? zusammensetzen. Es ist zum einen das Ideogramm „wei“, was Gefahr/Risiko bedeutet und zum andern das Ideogramm „ji“, das mit Gelegenheit/Chance übersetzt werden kann. Nach dem gut zweistündigen Vortrag waren sich wohl alle einig, dass keine der vergangene Minuten des aufmerksamen Zuhörens umsonst war und sich jeder in dem Referat auf die ein oder andere Art wiederfinden und daraus Schlüsse ziehen konnte. Nach einem herzlichen Dank an Werner Brück, wurden dann weiter Gedanken ausgetauscht, bevor der gemütliche Teil des abends folgte. Alle waren sich auf der Rückfahrt am Sonntag-Mittag jedenfalls einig, dass es sich gelohnt hatte, mitzufahren und jeder der nicht dabei gewesen war, etwas verpasst hatte.  

Nun auch Freitag - Vormittag

am Sonntag 15 Dezember 2013 - 17:33:44 | von Administrator
freitag.jpg Seit 2004 besteht unsere Begegnungsgruppe nun in Dieringhausen. Sie ist ein Forum für alkoholkranke Frauen und Männer, die einen Weg aus der Sucht suchen sowie deren Angehörige. Unsere regelmäßigen Gruppentreffen finden immer Montag-Abend ab 20.00 Uhr im Gemeindezentrum der evangelischen Kirche Dieringhausen an der Martinstraße statt. Nun bieten wir unter der Leitung von Lothar ab dem 7. Juni auch einen Freitag-Treff an. Denn die jahrelange Erfahrung hat gezeigt, dass es Betroffene und Angehörige gibt, die gerne kommen möchten, aber durch Beruf und/oder Familie den Montagabend-Termin nicht wahrnehmen können. In Gesprächen hat sich herausgestellt, dass der Freitag da eine gute Alternative ist. So laden wir nun alle Interessierten, die Rat und Kontakt im vertraulichen Rahmen suchen, jeweils freitags ab 11.00 Uhr ein, in das Gemeindezentrum zu kommen, um über Alkoholprobleme im zwanglosen Kreis zu sprechen. Geleitet wird diese Gruppe von Lothar, der unter den Ruf-Nummern 02261/77125, oder 0172/5107177 erreichbar ist. Gummersbach, 02.Mai 2013  
 
 
 

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