Gruppen-Wochenende in Königswinter

am Sonntag 09 Oktober 2016 - 09:57:48 | von Administrator
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Das AZK-Bildungswerk in Königswinter am schönen Rhein, war schon einmal Ziel einer unserer turnusmäßig stattfindenden Mitarbeiter-Tagungen. Nicht nur die Räumlichkeiten der Einrichtung, die zur Stiftung Christlich-Soziale Politik e.V. gehört, sondern natürlich auch das Städtchen, hatten den Teilnehmer so gut gefallen, dass schnell der Entschluss reifte, dorthin auch einmal zu einem Gruppen-Wochenende einzuladen. So machten sich am ersten Oktoberwochenende zehn Mitglieder unsere Gruppe auf den Weg zum imposanten Drachenfels, um die herzliche Atmosphäre des Hauses zu genießen, aber auch um sich noch ein Stück weit besser kennenzulernen, ist doch Offenheit einer der Grundpfeiler unserer Gruppenarbeit. So stand neben der gemeinsamen Freizeit, natürlich ein Weiterbildungsthema, das von Svetlana vorbereitet war und von ihr auch moderiert wurde, auf dem Programm der abwechslungsreichen Tage, die viel zu schnell vergingen, wohl aber in guter Erinnerung bleiben werden. Ein Dank an alle die dabei waren und sich einbrachten und ein besonderer Dank an Hanne, die das Wochenende bestens organisiert hatte.

Gummersbach-Dieringhausen, im Oktober 2016

Sind Christen die besser Menschen?

am Sonntag 11 September 2016 - 18:48:05 | von Administrator
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Diese Frage hatte uns zu seinem diesjährigem Besuch, Pfarrer Hermann Bednarek mitgebracht und beantwortete sie spontan mit einem „Nein“. Damit wäre theoretisch unser Gruppenabend zu Ende gewesen, aber warum ein „Nein“, wenn man doch fest im Glauben zu Gott und seinem Sohn Jesus Christus verankert ist, wenn man sein Leben nach diesem Glauben ausrichtet, wenn man nach den Geboten lebt? Niemand ist perfekt, ist die einfache Antwort und schon Paulus hat gesagt „Der Mensch will Gutes, er kann es aber nicht.“ Pfarrer Hermann Bednarek untermauerte diese Aussage anhand zahlreicher Beispiele von bekannten Persönlichkeiten aus der Vergangenheit, die in ihrem christlichen Glauben Herausragendes geleistet haben, aber eben nicht perfekt waren, sondern „menschelten“. Auch heute, oder gerade heute, wird in fast allen Lebensbereichen der Anspruch an uns gestellt, perfekt zu sein. Wer hier nicht mithalten kann, oder will, ist schnell mit Vorurteilen behaftet. Aber, wie der Theologe Dietrich Bonhoeffer (1906 geboren, 1945 von den Nazis ermordet) einmal gesagt hat :

„Gott sucht sich nicht den vollkommensten Menschen, um sich mit ihm zu verbinden, sondern er nimmt menschliches Wesen an, wie es ist.“

Mit diesen wenigen Zeilen ist eigentlich alles gesagt. Der gläubige Christ ist nicht vollkommen, kann es nicht sein, denn er ist und bleibt ein Mensch. Daher ist selbst der noch so Gläubige kein besserer Mensch und sollte nicht auf Anders-, oder Nichtgläubige mit Hochmut hinab sehen. Er hat wie alle Menschen, seine Licht- und Schattenseiten. Das ist gut so, denn er ist ein von Gott geschaffenes Individuum und wird so von ihm angenommen. Er sollte aber auch nicht an sich zweifeln, sondern seinen Weg gehen. Dazu zitierte Pfarrer Hermann Bednarek zum Abschluss dieses sicherlich für uns alle sehr interessanten abends, der Impulse zum Nach- und Überdenken gab, ein Gedicht, das Dietrich Bonhoeffer während seiner Haft im KZ Flossenbürg schrieb:


Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich träte aus meiner Zelle
gelassen und heiter und fest
Wie ein Gutsherr aus seinem Schloss.

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich spräche mit meinen Bewachern
frei und freundlich und klar,
als hätte ich zu gebieten.

Wer bin ich? Sie sagen mir auch,
ich trüge die Tage des Unglücks
gleichmütig, lächelnd und stolz,
wie einer der Siegen gewohnt ist.


Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen? Oder bin ich nur, was ich selbst von mir weiß? Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig, ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle, hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen, dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe, zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung, umgetrieben vom Warten auf große Dinge, ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne, müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen, matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?

Wer bin ich? Der oder jener? Bin ich denn heute dieser und morgen ein andrer? Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling? Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer, das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?

Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott, Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott.

Gummersbach-Dieringhausen, im September 2016

Super Wetter, super Ausflug

am Donnerstag 01 September 2016 - 18:56:41 | von Administrator
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                                „Unser“ Schiff: Die Moby Dick


Warum ist es am Rhein so schön? Dieser Frage wollten wir selbst einmal auf den Grund gehen. Daher führte uns unser diesjähriger Ausflug an diesen viel besungenen Strom. Fast 20 Gruppenmitglieder starteten gemeinsam von Dieringhausen aus in Richtung Bonn, um dort an Bord der Poseidon, ein imposantes Ausflugsschiff der Bonner Schifffahrtsgesellschaft, zu gehen. Ziel war bei wunderschönem Wetter, der kleine Ort Unkel, den wir nach gut anderthalb Stunden Fahrzeit entlang vieler Sehenswürdigkeiten erreichten. Bevor wir das romantische Örtchen dann je nach Gusto der Mitgefahrenen erkundeten, gab es natürlich zunächst einmal eine Einkehr. Bei Kaffee, kalten Getränken, Kuchen und anderen „Kleinigkeiten“, saßen wir gemütlich beisammen und nutzen die Zeit nicht nur zur Stärkung, sondern natürlich auch zum „klönen“. Zurück ging es dann mit der Moby Dick und schließlich kamen wir am Abend alle wohlbehalten und mit vielen neuen Eindrücken zurück nach Dieringhausen. Das Fazit unserer Tour: Spaß am Rhein gibt, es auch ohne Wein!

Gummersbach-Dieringhausen, im August 2016

Zweisprachige Gruppe

am Donnerstag 01 September 2016 - 18:54:19 | von Administrator
NEU - NEU - NEU - NEU - NEU - NEU - NEU - NEU

                              Zweisprachige Gruppe

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Svetlana Grans bringt viel praktische Erfahrung mit


Даже если вы хорошо владеете иностранным языком,согласитесь: на родном языке выразить чувства гораздо лучше! Эмоции у людей, страдающих алкогольной зависимостью, и их близких играют большую, если не сказать, что самую важную роль. Поэтому очень важно для этих людей найти человека, которому они бы доверили свои чувства. В данный момент появилась возможность организовать двуязычную (немецкий, русский) группу, ориентированную на людей, приехавших в Германию из Восточной Европы , которые по причинам стеснительности или скованности не могут в полной мере рассказать о своих проблемах в немецкоговорящей группе. У нас есть возможность пригласить Светлану Гранс для работы с это группой. Светлана выходец из России (Кавказ) , родилась в Белоруссии, но уже давно живет в Германии. По профессии она психолог - психотерапевт позитивной психотерапии; обладает опытом работы с людьми, страдающими алкогольной зависимостью. Новая группа встречается параллельно ныне существующей каждый понедельник с 20.00 до 21.30 в Gemeindehaus der evangelischen Kirche Dieringhausen an der Martinstraße 1. С вопросами и для получения дополнительной информации Вы можете обратиться лично к Светлане Гранс по телефону 02261 701771 02261 701771, или связаться по эл. почте - Email - или - Email - . Будьте мужественны и сделайте первый шаг к выздоровлению!


Auch wenn man eine Fremdsprache gut beherrscht; Gefühle kann man besser in seiner Muttersprache ausdrücken. Emotionen spielen gerade bei alkoholkranken Menschen und deren Angehörigen eine große, wenn nicht die größte Rolle. Daher ist es für diesen Personenkreis wichtig, einen Gegenüber zu finden, der die Nuancen der Empfindungen im vertraulichen Gespräch erkennt. Unser Begegnungsgruppe bietet ab sofort eine zweisprachige (russisch/deutsch) Gruppe an, die sich speziell an Menschen wendet, die aus dem östlichen Europa zu uns gekommen sind und die Scheu, oder Hemmungen haben, über ihre Probleme, in einer rein deutschsprachigen Gruppe zu reden. Wir konnten Sevtlana Grans dazu gewinnen, diese Gruppe zu leiten. Sevtlana stammt aus Russland (Kaukasus) und ist gebürtige Weißrussin. Sie lebt aber seit Jahren in Deutschland und ist Psychologin und Psychotherapeutin. Gerade auf dem Gebiet Alkoholismus hat sie große Erfahrung. Die neue Gruppe trifft sich parallel zum bestehenden Kreis, jeden Montag (20.00 bis ca. 21.30 Uhr) im Gemeindehaus der evangelischen Kirche Dieringhausen an der Martinstraße. Für Fragen und weitere Informationen ist Svetlana telefonisch unter 02261 – 701771, oder per Mail über - Email - und - Email - zu erreichen.
Haben auch Sie den Mut und tun den ersten Schritt aus der Abhängigkeit!

Das Maß ist voll

am Donnerstag 14 Juli 2016 - 16:58:03 | von Administrator
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Ulla Schmalz ist eine sympathische Frau, die sichtlich Lebensfreude ausstrahlt. Wenn man von ihrer Lebensgeschichte weiß, kann dies erstaunen, kennt sie doch aus der eigenen Familie, was Alkoholabhängigkeit bedeutet. Ihre Erfahrungen hat sie in einem Buch zusammengefasst, dem sie den Titel „Das Maß ist voll“ gegeben hat. In ihm beschreibt sie aus eigener Sicht die Ängste, Nöte, Verunsicherungen und Sorgen von Angehörigen alkoholkranker Menschen. Darüber hinaus ist ihr Buch aber auch ein wertvoller Ratgeber für Angehörige, mit zahlreichen Beispielen, die Mut machen, an durchaus mögliche Veränderungen zu glauben, so wie sie es getan hat und dadurch neue Kraft schöpfen konnte.
So kamen wir auf die Idee, Ulla Schmalz einmal zu einem unserer Gruppenabende einzuladen. Sie sagte spontan zu und brachte nicht nur ihr Buch mit, sondern gab ganz persönliche Einblicke in ihren Erfahrungsschatz, den sie auch durch ihre jahrelange Tätigkeit in der Suchthilfe gemacht hat. Fragen, die aus unserer Runde gestellt wurden, beantwortete sie kompetent, sagte aber auch, dass wohl nie alle Hintergründe, die zum Alkoholismus führen, geklärt werden könnten. Es war ein interessanter, aufschlußreicher Abend, der einmal den Alkoholismus aus dem Blickwinkel der Angehörigen beleuchtete, aber sicherlich auch den Betroffenen in unserer Gruppe einen neue Sichtweise gab. Das Buch „Das Maß ist voll“ ist im Balance-Verlag erschienen und im gut sortierten Buchhandel, oder via Internet unter ISBN: 978-3-86739-010-1 bestellbar.
 

Gummersbach – Dieringhausen, im Juli 2016

Jürgen Naundorff zu Gast

am Dienstag 07 Juni 2016 - 11:27:40 | von Administrator
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Unser Gruppenabend mit Jürgen (fünfter von rechts) und unseren Gästen aus Hückeswagen und Dabringhausen 
 
Seit etwas mehr als zwei Jahren ist Jürgen Naundorff als Bundessekr
etär in der Bundeszentrale des Blauen Kreuz Deutschland e.V. in Wuppertal tätig und erfüllt in dieser Funktion ein breites Aufgabenspektrum. Was aber genau ist die Aufgabe eines Bundessekretärs? Kann er uns über Neuigkeiten aus der Bundeszentrale und eventl. anstehende Planungen, die auch die Basis betreffen, informieren? Um unsere Neugier zu stillen und den Mensch „Jürgen“ einmal näher kennenzulernen, luden wir ihn ein, unsere Gruppe zu besuchen und er nahm diese Einladung gerne an. Am Montag-Abend traf er am Gemeindehaus ein und ihn erwarteten nicht nur die Mitglieder unserer Gruppe. Wir hatten im Vorfeld auch alle Gruppen des Blauen Kreuzes im Oberbergischen eingeladen, mit dabei zu sein, besteht doch nicht oft die Möglichkeit, unseren Bundessekretär mit Fragen zu „löchern“ und sich von ihm aus erster Hand informieren zu lassen. So freuten wir uns nicht nur über das Kommen von Jürgen, sondern auch über die Teilnahme von Freunden aus Hückeswagen und Wermelskirchen- Dabringhausen. Nach einer kurzen Andacht und einem Gebet, die Jürgen freundlicherweise hielt, stellte „unser“ Bundessekretär seine Vita vor, um dann über seine Arbeit zu sprechen. Dabei ist ihm wichtig, neben aller notwendigen Büroarbeit, möglichst oft vor Ort zu sein. So ist er in seiner führenden Funktion sehr oft „auf Achse“ und im ganzen Bundesgebiet unterwegs. Daher kennt er nicht nur die Strukturen, sondern auch die Problematiken der Gruppen. Dazu gehören u.a. die Altersstrukturen in den Gruppen, die Gewinnung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch die finanzielle Ausstattung, die durch Kürzung von Zuschüssen nicht leichter wird. Gerade die Ehrenamtlichkeit der Arbeit, wird hier und da durch vorgegebene Regelungen der Bundeszentrale, nach Ansicht vieler, nicht ausreichend berücksichtigt. Dies wurde anhand der Thematik der notwendigen Buchführung, die in letzter Zeit deutlich bürokratischer gestaltet ist, deutlich. Jürgen ging auf alle diese Fragen in sachlicher Form ein und versprach gerade im Hinblick auf die Buchführung, eine baldige Änderung der überbordeten Vorgaben, was mit Erleichterung aufgenommen wurde. In der zur Verfügung stehenden Zeit des abends konnten natürlich nicht alle Aspekte angesprochen werden, aber im anschließenden lockeren Beisammensein, wurden noch Gedanken ausgetauscht. Als Resümee des Besuchs von Jürgen kann wohl festgehalten werden, dass wir alle einen sympathischen, kompetenten und sehr engagierten Bundessekretär erlebt haben, in dem wir sicherlich jederzeit einen Ansprechpartner finden und dem wir auf seinem weiteren Weg alles Gute und Gottes Segen wünschen.
 

Gummersbach-Dieringhausen, 01.Juni 2016

David und Goliath

am Dienstag 10 Mai 2016 - 18:04:57 | von Administrator
 
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David und Goliath, diese Geschichte aus dem alten Testament, kennen wohl nicht nur bibelfeste Mitmenschen. Die Erzählung vom Kampf des scheinbar Schwächeren gegen den Koloss, wird bis heute als Metapher genutzt, wenn es um Probleme des täglichen Lebens geht. Sie war Grundlage unseres Gruppenabends, zu dem wir einmal wieder Hansgeorg Panczel begrüßen durften. Hansgeorg ist seit Gruppengründung unser offizieller „Begleiter“ seitens der Geschäftsstelle des Blauen Kreuz Wuppertal und seither zumindest einmal jährlich gern gesehener Gast, der immer wieder interessante, lebensnahe Themen im Gepäck hat. So nahm Hansgeorg diesmal Bezug auf David und Goliath. Er ergänzte die Geschichte mit dem Zusatz: “ Mein Lebensgefühl im Alltag – welche Goliaths in meinem Leben kenne ich? Mit welchen Mitteln trete ich ihnen entgegen?“ Betroffene wissen, dass ihr Mittel gegen den unüberwindlichen Riesen oftmals der Alkohol war. Eine Illusion, die schnell in einem Teufelskreis endet!! So berichteten unsere Gruppenbesucher im sich anschließenden Gespräch, offen von ihren Erfahrungen, wenn es galt sich Goliath zu stellen. Sei es in der Familie, im Bekanntenkreis, oder im beruflichen Alltag. Keiner wird Goliath ausweichen können. Er gehört zu unserem Leben und taucht zumeist urplötzlich auf. Man kann ihm nicht entgehen. Auch der Alkohol wird ihn nicht verschwinden lassen, sondern macht ihn nur noch stärker und bald zum ständigen Gegenüber. Er greift unser Selbstbewusstsein gezielt an und weiß es zu schwächen. Aber gerade Selbstbewusstsein ist gefragt, um scheinbar prekäre Situationen, oder bedrohliche Lebenskrisen meistern zu können. Das „Wie“ wird sich nicht von Jetzt auf Gleich eröffnen, aber der erste, oftmals beschwerliche Schritt muss getan werden, um festzustellen, dass die nächsten Schritte dann sehr viel einfacher sind, wenn Goliath wieder auftaucht. Hier hilft ein Stück weit auch die Gruppe, in der sich viele persönliche Erfahrungen bündeln. Der offene, vielleicht auch einmal kontroverse Austausch, kann helfen, Wege aufzuzeigen, um Goliath zu bezwingen, ihm zumindest aber auf Augenhöhe zu begegnen. Lebensproblemen kann man nicht entgehen, aber mit einem stabilen Selbstbewusstsein, können sie besser gelöst werden. Dieses Selbstbewusstsein steckt in jedem von uns! Es ist leider oftmals „verschüttet“ und muss Stein für Stein freigelegt werden. Aber es lohnt, sich dieser „Arbeit“ zu stellen. Zum Abschluss dieses interessanten Erfahrungsaustausches, überreichte die Gruppe Hansgeorg ein kleines Präsent, geht er doch Ende Mai nach über drei Jahrzehnten im Dienst des Blauen Kreuzes, in den Ruhestand. Die Gruppe sagt: DANKE!!! und für den neuen Lebensabschnitt alles, alles Gute und Gottes Segen.
 
Gummersbach-Dieringhausen, Mai 2016
 
 

God at work

am Freitag 13 November 2015 - 19:26:28 | von Administrator
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Mit diesem Titel hatte Pfarrer Aurel Everling sein Thema bei seinem Besuch in unserer Gruppe überschrieben. Ein wenig befremdlich auf den ersten Blick, denn God at work – Gott bei der Arbeit?, ausgerüstet mit Helm und Schaufel? Aber je mehr Aurel Everling diese Thematik vertiefte und uns erläuterte, je mehr Zustimmung fand er bei den aufmerksam Zuhörenden. Jeder Mensch ist sein Leben lang eine Baustelle, mit seinen kleinen und großen Fehlern, mit seinen Launen, mit seinem Denken, mit seinem Handeln. Mit seinen Zweifeln an sich selbst, zu anderen, zu Gott. Hier ist Gott gewillt und jederzeit bereit, an uns zu „arbeiten“. Wenn wir es zulassen und ihm vertrauen. Natürlich reicht es nicht, ihm bei seinem Job zu zu schauen. Wir müssen in unserem Glauben „mit anpacken“ und uns mit Herz und Seele einbringen. Wir müssen uns hinterfragen und auf ihn eingehen. Wir sollten uns nicht beleidigt, oder verstimmt abwenden, wenn er für uns den Finger auf die Wunde legt. Wir können nur durch tägliche „Arbeit“ unser inneres Glück, unseren inneren Frieden finden. Beide kommen uns nicht zugeflogen, sondern sind Geschenke Gottes, die wir in Dankbarkeit annehmen können. Ein Beispiel ist die Alkoholsucht. Sie wird für die davon Betroffenen eine lebenslange Baustelle sein. Sie ist aber mit Zuversicht, Glaube und dem Willen sich dem Problem zu stellen, anzugehen, wird schnell zeigen, wie umsichtig „God at work“ ist.
 
Gummersbach-Dieringhausen, im November 2015

An wen glaube ich?

am Samstag 19 September 2015 - 16:51:51 | von Administrator
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 Pfarrer Hermann Bednarek (links) brachte
ein interessantes Thema mit
 
 
Menschen suchen einen Halt, einen Wegweiser in ihrem Leben. Nicht wenige vertrauen sich, da sie scheinbar keine andere Alternative kennen, stets mitgetragenen Glücksbringern, oder Amuletten, bzw. dem täglichen Horoskop, der Esoterik und anderen Dingen des Okkulten an, um hier ihr Glück, ihre Zuversicht, ihre Stütze zu finden. Ist dies eigentlich mit dem christlichen Glauben, dem Glauben an Gott vereinbar? Zu diesem Thema sprach jetzt Pfarrer Hermann Bednarek in unserer Gruppe. Er leitete den Abend mit einem kleinen Beispiel ein: „Wenn ich meiner Arbeitskollegin jeden Tag Blumen schenke, ist das durchaus in Ordnung. Es sei denn, sie bittet mich über kurz oder lang, es doch bitte sein zu lassen. Wenn ich aber in einer festen Bindung bin und meiner Kollegin trotzdem noch jeden Tag Blumen mitbringe, könnte es bei meiner Partnerin wohl durchaus zu Misstönen kommen.“ Um dieses Beispiel weiterzuführen, so Hermann Bednarek, könnte man auch sagen, wenn ich gläubig bin, wende ich mich mit ganzem Herzen zu Gott hin. Ich vertraue fest darauf, dass er mich durch mein Leben leitet und in jedem Moment an meiner Seite ist. Vielleicht gibt es Situationen wo ich hadere, aber ich weiß, Gott ist auch in schweren Zeiten da. Nicht immer werde ich seine Wege verstehen, aber mein Glaube an ihn lässt nicht nach. Ich suche auch in diesen Lebenslagen nicht an anderer Stelle, oder mit anderen „Hilfsmitteln“ nach Pseudo-Wegen. Etwa so, wie es die Israeliten mit der Anbetung des Goldene Kalbes, die im Alten Testament beschrieben wird, getan haben. Hier kann Gott dann doch ein wenig ungehalten werden. Verständlich, denn Glaube ist keine Einbahnstraße und besteht nicht nur aus Forderungen von einer Seite. Es kann nicht das Motto gelten „Was ich tue ist mir egal, ich will nur was davon haben“. Für gläubige Christen ist Gott das Glück! Er sorgt für mich, er ist Halt und er ist Wegweiser. Es reicht nicht, Glauben zu haben, ich muss ihn auch leben. Dies das Credo von Pfarrer Hermann Bednarek. Seinen Ausführungen folgte noch so mache Frage aus unserer Gruppe und auch Beispiele, denen persönlichen Erfahrungen zugrunde lagen. Mit dem Fazit, dass die von Hermann Bednarek zu dem Thema geäußerten Gedanken, nicht nur ihn, sondern wohl viele der Anwesenden „gepackt“ hätten und zum nachdenken animieren würden, bedankte sich Gruppenleiter Gunter bei unserem Gast für die gefundenen Worte. Wir freuen uns schon heute auf ein Wiedersehen mit ihm.

Gummersbach-Dieringhausen, 14.September 2015
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Gelungener Grill-Nachmittag im Wiehlpark

am Samstag 19 September 2015 - 16:47:22 | von Administrator
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Unser diesjähriges Grillfest fand aus verschiedenen Gründen erst jetzt statt und wir hatten schon ein wenig Sorge, bei vorherbstlicher Kühle und Regen den Grill befeuern zu müssen. Aber wir hatten Glück. Bis auf einen kurzen Schauer hielt das Wetter und außerdem waren wir auf dem Grillplatz im Wiehlpark gut „überdacht“. Also konnten es sich unsere fast 30-köpfige Schar gemütlich machen und kräftig zulangen. Grillmeister Stefan und Dirk, dieser unterstützt von seinem Sohnemann, hatten gut zu tun, denn Fleisch und Würstchen schienen bestens zu munden. Gleiches galt für die vielen selbstgemachten Salate und anderen Leckereien, bis hin zum Nachttischbuffet mit Kuchen und Kaffee. Natürlich kamen aber die Gespräche nicht zu kurz, soll doch solch ein Fest auch das Miteinander fördern und helfen, den Gegenüber einmal auch außerhalb unserer Gruppenabende näher kennenzulernen. Zur Freude aller, erklärte sich Roswitha spontan bereit einige lustige Geschichten zum besten zu geben und Siggi griff zur Mundharmonika. Er spielte eine paar flotte Lieder, die mehr oder weniger harmonisch gesanglich von uns begleitet wurden, ja es wurde sogar das Tanzbein geschwungen. Mit einem herzlichen Dankeschön an die Organisatorinnen des Nachmittags, Roswitha und Waltraud, ging es am frühen Abend auf die Heimfahrt und alle Teilnehmer waren sich einig: Bis zum nächsten Jahr im Wiehlpark!

Gummersbach – Dieringhausen, 12. September 2015

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