Belastungen des Lebens gewachsen?


 Administrator    15 Mär : 20:04
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„Was hilft mir, den Belastungen des Lebens gewachsen zu sein?“. Diese Frage stellte Hansgeorg Panczel in unserer Montags-Runde, war er doch einmal wieder unserer Einladung nachgekommen und Gastreferent. Hansgeorg begleitet unsere Gruppe schon seit vielen Jahren und obwohl er nun seinen Ruhestand genießen kann, war er gerne bereit, zu uns zu kommen, um erneut einen Abend zu gestalten. Sein vorgestelltes Thema wog dabei „schwer“, wie auf der Zeichnung zu sehen ist. Ein Mann mit zwei großen Koffern, will/soll/muss den steilen Weg bewältigen. Allein seine Miene spricht Bände. Wie haben wir als Betroffene, als Angehörige unseren „Lebens-Koffer“ gepackt und getragen? Diese Frage stellte sich uns. Schnell war in der Gesprächsrunde klar, wie schwierig es sein kann, seinen Lebensweg zu gehen, gerade wenn der Alkohol eine „gewichtige“ Rolle spielt und die Steigung noch steiler und den Weg noch verschlungener macht. Eine schier unmögliche Aufgabe, nicht nur für Betroffene, sondern ebenso für Angehörige. Hier kann nur die Selbsteinsicht helfen. Ballast muss abgeworfen werden. Dazu gehören Zweifel an sich selbst, belastende Gedanken und   Minderwertigkeitsgefühle. Sie versperren die Sicht auf den Weg, der zu gehen ist und entmutigen, ihn überhaupt zu beginnen. Hier ist es gut, sich öffnen zu können und Freunde am Wegesrand zu wissen, die helfen, den Koffer ein Stück weit mit zu tragen, oder Dinge, die unnötig sind, aus ihm zu entfernen, damit die Last leichter wird. Freunde die an Wegbiegungen warten, um die Richtung zu zeigen, die anspornen und ermutigen nicht aufzugeben. Diese Freunde zu finden, ist sicherlich nicht einfach, denn in unserer schnelllebigen Zeit ist vieles oberflächlich und Ratschläge, manchmal in der Tat „Schläge“. Hier ist es gut zu wissen, dies gilt für den Betroffenen und den Angehörigen, eine intakte Familie, wirkliche Freunde, oder eben eine Gruppe zu haben, wo der Mensch zählt und wo  er Geborgenheit, Verständnis und einen Platz findet, um seinen Weg zu finden. Auf jeden Fall sollten unvermeidbare Rückschritte und auftauchende Hindernisse, nicht den Mut auf dem Weg zu einem zufriedenen Leben verlieren zu lassen.
 

Gummersbach-Dieringhausen, März 2017




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