Findet Dorie


 Administrator    20 Okt : 11:09
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                                         -Gestatten: Dorie-

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                                         -Gestatten: Dorie-


Zu unseren Gruppenabenden konnten wir schon so manchen Gast begrüßen, der über ein interessantes Thema zu referieren wusste, auch unseren Pfarrer Aurel Everling. Nun war er wieder einmal in unserer Runde und erzählte über einen Kinobesuch mit seiner Familie????? „Findet Dorie“, einen Animationsfilm in dem eine kleines Fischmädchen, eben Dorie, die Hauptrolle spielt, hatte sich die Familie Everling angeschaut. Waren wir anfangs ein wenig verwundert, warum uns Aurel Everling unbedingt die Story dieses Films erzählen wollte und stellten wir gedanklich zunächst die „Seriosität“ des Themas in Frage, wurde dann aber schnell klar, warum er uns sinnbildlich die kleine Dorie mitgebracht hatte. Erzählt der Film doch von der sich in den Weiten der Ozeane verirrenden Dorie, die ihre Eltern sucht. Da Dorie außerdem kein sehr ausgeprägtes Gedächtnis ihr eigen nennt, macht die Suche für sie nicht leichter. Mit kindlicher Entdeckungslust und ohne auf Mahnungen zu hören, hatte sie sich, von Neugier getrieben, aufgemacht. Nur mit Hilfe von Freunden und nach vielen zu bestehenden Abenteuern, findet sie letztendlich zurück in die Geborgenheit der Familie.

Geht es uns Menschen nicht oft genauso, fragte Aurel Everling.

Auch wir suchen Geborgenheit, Liebe, Orientierung. Wir vergessen dabei aber all zu oft unseren Ursprung, unsere Identität. Unseren Ursprung, unsere Identität in Gott. Sicherlich ist es wichtig, sich auf den Weg zu machen und neugierig auf das Leben zu sein und zu bleiben. Wichtig für die Entwicklung, sich Problemen und Hindernissen zu stellen, um aus ihrer Bewältigung zu lernen. Dies wird einfacher, wenn man die Familie, Freunde, Bekannte an seiner Seite weis.

Ein wichtiger „Partner“, der immer und in jeder Lebenssituation verlässlich an meiner Seite steht, ist Gott. Ich muss nur bereit sein, auf seine Hinweise zu achten. Bereit sein, auf ihn zuzugehen. Dieser Ursprung, dieses Urvertrauen geht leider immer mehr Menschen abhanden, weil sie sich im Ozean des Lebens nicht mehr orientieren können, oder sich an falsche Lotsen halten. Es entsteht Ärger, Hilflosigkeit, Mutlosigkeit. „Die Wurzeln müssen wieder freigelegt werden“ so Aurel Everling, „damit ich mich erkennen kann“. Nur dann ist ein erfülltes Leben möglich und nur so kann ich mit mir ins Reine kommen. So wäre es schön, wenn es mehr von Filmen wie „Findet Dorie“ geben würde, denn auch sie können, neben all dem Kinospaß durchaus Hinweise geben, die beachtenswert sind.

Gummersbach-Dieringhausen, im Oktober 2016




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