An wen glaube ich?


 Administrator    19 Sep : 16:51
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 Pfarrer Hermann Bednarek (links) brachte
ein interessantes Thema mit
 
 
Menschen suchen einen Halt, einen Wegweiser in ihrem Leben. Nicht wenige vertrauen sich, da sie scheinbar keine andere Alternative kennen, stets mitgetragenen Glücksbringern, oder Amuletten, bzw. dem täglichen Horoskop, der Esoterik und anderen Dingen des Okkulten an, um hier ihr Glück, ihre Zuversicht, ihre Stütze zu finden. Ist dies eigentlich mit dem christlichen Glauben, dem Glauben an Gott vereinbar? Zu diesem Thema sprach jetzt Pfarrer Hermann Bednarek in unserer Gruppe. Er leitete den Abend mit einem kleinen Beispiel ein: „Wenn ich meiner Arbeitskollegin jeden Tag Blumen schenke, ist das durchaus in Ordnung. Es sei denn, sie bittet mich über kurz oder lang, es doch bitte sein zu lassen. Wenn ich aber in einer festen Bindung bin und meiner Kollegin trotzdem noch jeden Tag Blumen mitbringe, könnte es bei meiner Partnerin wohl durchaus zu Misstönen kommen.“ Um dieses Beispiel weiterzuführen, so Hermann Bednarek, könnte man auch sagen, wenn ich gläubig bin, wende ich mich mit ganzem Herzen zu Gott hin. Ich vertraue fest darauf, dass er mich durch mein Leben leitet und in jedem Moment an meiner Seite ist. Vielleicht gibt es Situationen wo ich hadere, aber ich weiß, Gott ist auch in schweren Zeiten da. Nicht immer werde ich seine Wege verstehen, aber mein Glaube an ihn lässt nicht nach. Ich suche auch in diesen Lebenslagen nicht an anderer Stelle, oder mit anderen „Hilfsmitteln“ nach Pseudo-Wegen. Etwa so, wie es die Israeliten mit der Anbetung des Goldene Kalbes, die im Alten Testament beschrieben wird, getan haben. Hier kann Gott dann doch ein wenig ungehalten werden. Verständlich, denn Glaube ist keine Einbahnstraße und besteht nicht nur aus Forderungen von einer Seite. Es kann nicht das Motto gelten „Was ich tue ist mir egal, ich will nur was davon haben“. Für gläubige Christen ist Gott das Glück! Er sorgt für mich, er ist Halt und er ist Wegweiser. Es reicht nicht, Glauben zu haben, ich muss ihn auch leben. Dies das Credo von Pfarrer Hermann Bednarek. Seinen Ausführungen folgte noch so mache Frage aus unserer Gruppe und auch Beispiele, denen persönlichen Erfahrungen zugrunde lagen. Mit dem Fazit, dass die von Hermann Bednarek zu dem Thema geäußerten Gedanken, nicht nur ihn, sondern wohl viele der Anwesenden „gepackt“ hätten und zum nachdenken animieren würden, bedankte sich Gruppenleiter Gunter bei unserem Gast für die gefundenen Worte. Wir freuen uns schon heute auf ein Wiedersehen mit ihm.

Gummersbach-Dieringhausen, 14.September 2015
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