Die Wahrheit wird euch freimachen


 Administrator    15 Dez : 18:03
 Keine    Verschiedenes

 

wahrheit.jpg
 
Zu Gast in unserer Gruppe am vergangenen Montag: Klaus Adam aus dem Städtchen Linkenheim-Hochstetten bei Karlsruhe. 66 Jahre jung, glücklich verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Kindern, mit Leib und Seele Pastor. Alkoholiker. Klaus Adam schilderte uns mit anschaulichen Worten sein Leben mit allen Hochs und Tiefs. Wie er in die Sucht geriet und wie er es schließlich schaffte, auch und gerade mit Gottes Hilfe, ein zufriedener Alkoholiker zu werden. Eine Kindheit ohne Vater, da dieser die Familie früh verließ, eine liebende Mutter, die ihren Kindern jeden Wunsch von den Augen ablas, sie damit aber auch jeder Verantwortung enthob. Später einen Beruf in der Verwaltung, der ihn in keinster Weise erfüllte und immer wieder Zweifel am gelebten Leben. Dann der Weg zu Gott und Studium der Theologie. Wachsender Druck allen gerecht zu werden, nicht Nein sagen können, immer „funktionieren“. Schließlich Depressionen und der erste Alkohol, der nicht mehr mit Genuss getrunken wurde, sondern der „Entspannung“ galt. Der Teufelskreis begann. Nach langem Ableugnen, dann die Kapitulation, auch auf Druck seiner Frau und der Beginn einer Langzeittherapie. Hier hat Klaus Adam die Möglichkeit ergriffen, eine persönliche Inventur zu machen. Er hat die Kindheit und Jugend noch einmal bewusst Revue passieren lassen und festgestellt, wo die eigentlichen Wurzeln gründen. Er hat sich der teilweise bitteren Wahrheit seines Lebens gestellt und dabei gemerkt, dass diese Wahrheit ihn frei macht. Allerdings war ihm auch bewusst, dass er immer aufpassen muss, nicht wieder in die alten, scheinbar bewährten Gleise zurück zu kehren. Dank seiner Familie und trotz so mancher gesundheitlicher Schicksalsschläge, die er und seine Familie durchleiden mussten, fühlt er sich heute befreit, zufrieden, und will dies auch anderen Menschen, die Probleme mit dem Alkohol haben näher bringen. Unseren Gruppenmitgliedern, die an diesem Abend dabei waren, hat er dies zumindest anschaulich vermitteln können und so dankte ihm Lothar zum Abschluss herzlich für seine Bereitschaft, zu uns zu kommen, um uns aus seinem Leben zu berichten und Hoffnung zu machen, denn wer vor der Wahrheit nicht die Augen verschließt und sie akzeptiert, der kann sich aus der Sucht befreien.
 
Gummersbach-Dieringhausen, 13. August 2013




0 Kommentare